Wer ein Restaurant, eine Beiz oder eine Bar führt, hat meist mehr Mitarbeitende als gedacht. Und der grösste Posten im Budget sind die Löhne.

In der Schweiz legt der Gesamtarbeitsvertrag des Gastgewerbes fest, was du mindestens zahlen musst. In Basel-Stadt kommt zusätzlich ein kantonaler Mindestlohn dazu, der aber in einem wichtigen Punkt zurücktritt.

Hier findest du die Zahlen dazu: Mindestlöhne, Medianlöhne, Beschäftigte, Lohnkosten und Arbeitsmarkt. Jede Zahl ist mit einer Quelle belegt, Lücken nennen wir offen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der L-GAV schreibt 2026 Mindestlöhne von 3’713 Franken (ohne Lehre) bis 5’293 Franken (Berufsprüfung) im Monat vor, dazu kommt ein 13. Monatslohn.
  • Der kantonale Mindestlohn in Basel-Stadt beträgt 22.20 Franken pro Stunde, gilt aber nicht, wo ein allgemeinverbindlicher GAV besteht.
  • Der Medianlohn in der Gastronomie lag 2024 schweizweit bei 4’744 Franken, 47,8 Prozent der Stellen gelten als Tieflohn.
  • Laut GastroSuisse geht rund die Hälfte des Umsatzes für Löhne drauf.
  • Der Bund will GAV-Mindestlöhne über kantonale stellen. Das Parlament hat im Juni 2026 zugestimmt, die Gewerkschaften haben das Referendum ergriffen.

L-GAV-Mindestlöhne 2026

Der L-GAV kennt sechs Lohnstufen. Sie gelten für Mitarbeitende, die das 18. Altersjahr vollendet haben, und sind Bruttolöhne für eine Vollzeitstelle.

13’713 bis 5’293 Franken im Monat

Ohne Berufslehre (Stufe Ia) gilt 2026 ein Mindestlohn von 3’713 Franken brutto im Monat. Mit eidgenössischem Berufsattest (Stufe II) sind es 4’070 Franken, mit Fähigkeitszeugnis (Stufe IIIa) 4’528 Franken und mit Berufsprüfung (Stufe IV) 5’293 Franken.12

Stufe202520262027Stundenlohn 2026*
Ia, ohne Berufslehre3’706 Fr.3’713 Fr.3’735 Fr.20.40 Fr.
Ib, ohne Lehre, mit Progresso3’935 Fr.3’943 Fr.3’967 Fr.21.66 Fr.
II, Berufsattest (EBA)4’062 Fr.4’070 Fr.4’094 Fr.22.36 Fr.
IIIa, Fähigkeitszeugnis (EFZ)4’519 Fr.4’528 Fr.4’555 Fr.24.88 Fr.
IIIb, EFZ plus 6 Tage Weiterbildung4’626 Fr.4’635 Fr.4’663 Fr.25.47 Fr.
IV, Berufsprüfung5’282 Fr.5’293 Fr.5’325 Fr.29.08 Fr.

Monatslöhne brutto, gültig ab 1. Januar des Jahres (Saisonbetriebe ab Sommersaison). *Stundenlohn auf Basis einer 42-Stunden-Woche, die Zuschläge für Ferien, Feiertage und 13. Monatslohn kommen dazu.314

L-GAV-Mindestlöhne 2026 pro Monat

  • IV, Berufsprüfung5’293
  • IIIb, mit Weiterbildung4’635
  • IIIa, Fähigkeitszeugnis4’528
  • II, Berufsattest4’070
  • Ib, Progresso3’943
  • Ia, ohne Lehre3’713
Mindestlöhne in Franken brutto pro Monat, gültig ab 1. Januar 2026.1

2Plus 7 bis 11 Franken gegenüber 2025

Die Sozialpartner haben die Mindestlöhne 2026 an die Teuerung angepasst. Das sind je nach Stufe 7 bis 11 Franken mehr als 2025, rund 0,2 Prozent (eigene Berechnung aus den Werten der Tabelle).3

32027: 3’735 bis 5’325 Franken

Für 2027 sind die Werte schon veröffentlicht. Stufe Ia steigt auf 3’735 Franken, Stufe IV auf 5’325 Franken.1

Danach wird es offen: Der L-GAV wird neu verhandelt, der neue Vertrag soll wenn möglich am 1. Januar 2028 in Kraft treten.5

420.40 bis 29.08 Franken pro Stunde

Die Gewerkschaft Unia rechnet die Monatslöhne auf Stundenlöhne um: 20.40 Franken für Stufe Ia, 24.88 Franken für Stufe IIIa und 29.08 Franken für Stufe IV. Basis ist eine 42-Stunden-Woche, die Zuschläge kommen noch dazu.4

513. Monatslohn: 100 Prozent eines Monatslohns

Der L-GAV gibt Mitarbeitenden Anspruch auf einen 13. Monatslohn im Ausmass von 100 Prozent eines Bruttomonatslohns. Bei unvollständigem Arbeitsjahr gibt es ihn anteilsmässig, wird in der Probezeit gekündigt, entfällt er.6

Der 13. Monatslohn ist spätestens mit dem Dezemberlohn fällig oder beim Austritt. Bei Stundenlohn wird er mit 8,33 Prozent abgegolten und muss auf der Abrechnung separat ausgewiesen werden.6

6Bis 8 Prozent weniger in der Einführungszeit

Im schriftlichen Arbeitsvertrag darf der Mindestlohn der Stufen Ia, Ib, II und IIIa während einer Einführungszeit um höchstens 8 Prozent gekürzt werden. Bei Stufe Ia und Ib sind bis zu 12 Monate möglich, wenn die Person noch nie mindestens 4 Monate in einem L-GAV-Betrieb gearbeitet hat, sonst bis zu 3 Monate.2

Für Stufe IIIa gilt die Kürzung höchstens 3 Monate und nur bei der ersten Anstellung in einem L-GAV-Betrieb im Berufsleben.2

72’390 Franken für Praktikanten

Praktikanten nach Art. 11 L-GAV erhalten 2026 mindestens 2’390 Franken brutto im Monat. 2025 waren es 2’385 Franken.23

85 Wochen Ferien, höchstens 42 Wochenstunden

Der L-GAV sieht fünf Wochen Ferien vor, das Gesetz vier. Die Wochenarbeitszeit beträgt je nach Betriebstyp höchstens 42, 43,5 oder 45 Stunden, das Arbeitsgesetz erlaubt bis zu 50.4

Lernende fallen nicht unter den L-GAV, für sie gilt eine separate Lernendenvereinbarung des Gastgewerbes.7 Aktuelle Lernendenlöhne weist die von uns gefundene Quelle nicht aus (siehe Lücken).

Der Mindestlohn in Basel-Stadt

Basel-Stadt kennt seit 2022 einen gesetzlichen Mindestlohn für alle Branchen. Er wird vom Amt für Wirtschaft und Arbeit vollzogen und jedes Jahr angepasst.

922.20 Franken pro Stunde seit 1. Januar 2026

Der kantonale Mindestlohn beträgt 2026 brutto 22.20 Franken pro Stunde. Bei Stundenlohn kommen Ferien- und Feiertagszuschlag dazu, das ergibt 24.14 Franken für über 20-Jährige und 24.65 Franken für unter 20-Jährige.8

10Von 21.00 auf 22.20 Franken seit 2022

Der Mindestlohn startete am 1. Juli 2022 mit 21 Franken.9 Seither ist er um 1,20 Franken oder rund 5,7 Prozent gestiegen (eigene Berechnung).8

Kantonaler Mindestlohn Basel-Stadt pro Stunde

  1. 21.002022
  2. 21.452023
  3. 21.702024
  4. 22.002025
  5. 22.202026

Franken pro Stunde brutto2026

Mindestlohn in Franken pro Stunde. Der Wert 2022 gilt ab 1. Juli 2022, die übrigen ab 1. Januar.98

11Mindestens 4’040.40 Franken im Monat

Für Monatslöhne rechnet der Kanton Wochenstunden mal 52 geteilt durch 12. Bei 42 Wochenstunden sind das 182 Stunden und damit rechnerisch 4’040.40 Franken im Monat (eigene Rechnung auf Basis der Formel des Kantons).8

Ein 13. Monatslohn wird vom Kanton nicht vorausgesetzt. Wird er bezahlt, muss der umgerechnete Stundenlohn mindestens 20.49 Franken betragen.8

1254 Prozent Ja im Jahr 2021

Das Basler Stimmvolk hat das Mindestlohngesetz am 13. Juni 2021 mit 54 Prozent Ja angenommen. Es war der Gegenvorschlag zur Initiative «Kein Lohn unter 23.-».9

GAV oder kantonaler Mindestlohn: Was gilt?

Für Gastwirte ist das die wichtigste Frage dieses Artikels. Die Antwort steht im Basler Gesetz selbst.

Wer hat in Basel-Stadt Vorrang?

Kein allgemeinverbindlicher GAV
  • Der kantonale Mindestlohn von 22.20 Franken pro Stunde gilt.
  • Ein GAV ohne Allgemeinverbindlichkeit darf ihn nicht unterschreiten.
Allgemeinverbindlicher GAV
  • Der kantonale Mindestlohn findet keine Anwendung.
  • Es gelten die Mindestlöhne des GAV, auch wenn sie tiefer liegen.
Regel nach dem Mindestlohngesetz Basel-Stadt (§ 2 Abs. 2 lit. h und § 9), wie sie der Kanton in seinen häufigen Fragen darstellt.8

13L-GAV-Stufe Ia liegt unter dem Basler Mindestlohn

Auf den Stundenlohn umgerechnet liegen die L-GAV-Stufen Ia (20.40 Franken) und Ib (21.66 Franken) unter den 22.20 Franken des Kantons. Ab Stufe II (22.36 Franken) liegen die L-GAV-Mindestlöhne darüber (eigener Vergleich, beide Werte ohne Zuschläge).48

Stundenlohn: L-GAV 2026 und Basler Mindestlohn

  • L-GAV Ia20.40
  • L-GAV Ib21.66
  • Basler Mindestlohn22.20
  • L-GAV II22.36
  • L-GAV IIIa24.88
  • L-GAV IIIb25.47
  • L-GAV IV29.08
Franken pro Stunde brutto, 2026. L-GAV-Werte für eine 42-Stunden-Woche und ohne Zuschläge, Basler Mindestlohn ohne Zuschläge.48

Der L-GAV ist für das Gastgewerbe allgemeinverbindlich erklärt, die Artikel 10 (Mindestlöhne) und 12 (13. Monatslohn) stehen in der Liste der allgemeinverbindlichen Artikel.7 Die Hotellerie und Gastronomie in Basel richten sich deshalb nach den L-GAV-Stufen. Das Kantonsportal nennt den L-GAV nicht ausdrücklich, sondern allgemein allgemeinverbindliche GAV.8

Anders ist es in Genf und Neuenburg: Dort gehen die kantonalen Mindestlöhne (24.59 und 21.43 Franken pro Stunde) dem L-GAV vor.4

14Bund: Parlament will GAV-Vorrang überall, Referendum eingereicht

Das Parlament hat am 19. Juni 2026 in der Schlussabstimmung eine Änderung des Bundesgesetzes über die Allgemeinverbindlicherklärung (AVEG) angenommen. Mindestlöhne eines allgemeinverbindlichen GAV sollen danach kantonalen und kommunalen Mindestlöhnen vorgehen. Genf und Neuenburg sind über eine Besitzstandsregel geschützt.10

Die Gewerkschaften haben am 7. Oktober 2026 das Referendum eingereicht.10 Einen Abstimmungstermin nennen die von uns gefundenen Quellen nicht.

Für Basel-Stadt würde sich laut Regierungsrat nichts ändern, weil der Basler Mindestlohn schon heute hinter allgemeinverbindliche GAV zurücktritt. Das schrieb er 2024 in seiner Vernehmlassungsantwort, in der er die Vorlage aus Gründen der kantonalen Kompetenz ablehnte.11

Zum Hintergrund: Im Juni 2026 hat das Bundesgericht ausserdem bestätigt, dass die Städte Zürich und Winterthur eigene Mindestlöhne festlegen dürfen. Das Urteil betrifft nicht Basel und nicht die Frage des GAV-Vorrangs.12

Der Weg zum GAV-Vorrang

  1. Basel-Stadt nimmt das Mindestlohngesetz mit 54 Prozent Ja an.
  2. Der Basler Mindestlohn von 21 Franken tritt in Kraft.
  3. Der Regierungsrat lehnt die AVEG-Änderung in der Vernehmlassung ab.
  4. Das Parlament nimmt die AVEG-Änderung in der Schlussabstimmung an.
  5. Die Gewerkschaften reichen das Referendum ein.
  6. Volksabstimmung, Termin in den Quellen nicht genannt.
Eckdaten zum Vorrang allgemeinverbindlicher GAV vor kantonalen Mindestlöhnen.91110

Was Beschäftigte wirklich verdienen

Mindestlöhne sind der Boden. Wie viel im Gastgewerbe tatsächlich bezahlt wird, zeigt die Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik.

154’744 Franken Medianlohn in der Gastronomie

Die Hälfte der Vollzeitbeschäftigten in der Gastronomie verdiente 2024 weniger als 4’744 Franken brutto im Monat, in der Beherbergung weniger als 4’715 Franken. Der Median über alle Branchen liegt bei 7’024 Franken.13

1647,8 Prozent Tieflohnstellen

In der Gastronomie galten 2024 47,8 Prozent der Stellen als Tieflohnstellen, in der Beherbergung 48,7 Prozent. Über alle Branchen waren es 10,8 Prozent. Als Tieflohn zählt ein Bruttolohn unter 4’683 Franken im Monat.13

174’657 Franken Medianlohn in der Nordwestschweiz

Im Gastgewerbe der Nordwestschweiz lag der Median 2022 bei 4’657 Franken brutto im Monat, dem tiefsten Wert aller Branchen. Das sind rund zwei Drittel des Medians über alle Branchen der Nordwestschweiz von 6’969 Franken.14

Achtung beim Vergleich: Die Nordwestschweizer Zahl stammt aus dem Jahr 2022 und gilt für das Gastgewerbe, die Schweizer Zahl aus dem Jahr 2024 und gilt für die Gastronomie. Direkt vergleichen lassen sich die beiden nicht.

189’851 Beschäftigte in 754 Betrieben

In Basel-Stadt arbeiteten 2024 in der Gastronomie 9’851 Personen in 754 Betrieben. Schweizweit sind es 190’355 Beschäftigte in 26’537 Betrieben, Basel stellt damit rund 5,2 Prozent der Beschäftigten (eigene Berechnung).15

Lohnkosten für Arbeitgeber

Der Bruttolohn ist nicht das, was dich eine Stelle kostet. Dazu kommen die Arbeitgeberbeiträge an die Sozialversicherungen.

19Rund die Hälfte des Umsatzes für Löhne

GastroSuisse schreibt: «Rund die Hälfte des Umsatzes oder jeder zweite Kaffee Crème wird für die Bezahlung der Löhne benötigt.» Die Aussage trägt keine Jahreszahl.16

Als Planungsrichtwert nennt ein Budgetrechner für Gastbetriebe Personalkosten von höchstens 51 Prozent des Umsatzes. Das ist ein Richtwert und keine gemessene Branchenzahl.17

20Arbeitgeberanteil von 6,4 Prozent auf den Lohn

Auf den Lohn zahlt der Arbeitgeber 2026 mindestens 4,35 Prozent AHV, 0,7 Prozent IV, 0,25 Prozent EO und 1,1 Prozent Arbeitslosenversicherung, zusammen 6,4 Prozent. Dazu kommen BVG, Unfall- und Krankentaggeldversicherung, die wir hier nicht einrechnen.2

2162’631 Franken pro Jahr für eine Fachkraft mit EFZ

Beispielrechnung für eine Vollzeitstelle mit 13 Monatslöhnen und den 6,4 Prozent Arbeitgeberbeiträgen, jeweils zum Mindestlohn 2026.

StufeJahreslohn (13 x Monatslohn)mit 6,4 % Arbeitgeberbeiträgen
Ia, ohne Lehre48’269 Fr.51’358 Fr.
IIIa, Fähigkeitszeugnis58’864 Fr.62’631 Fr.
IV, Berufsprüfung68’809 Fr.73’213 Fr.

Eigene Berechnung aus den Mindestlöhnen 2026 und den Beitragssätzen. Ohne BVG, Unfall, Krankentaggeld und ohne Zuschläge für Überstunden.2

Arbeitsmarkt und Fachkräfte

Dass das Gastgewerbe Personal sucht, ist bekannt. Für Basel und die Gastronomie allein gibt es dazu aber kaum amtliche Zahlen, und die vorhandenen zeichnen kein einheitliches Bild.

2210,5 Prozent Arbeitslosenquote im Basler Gastgewerbe

Im Gastgewerbe von Basel-Stadt lag die mittlere Arbeitslosenquote 2025 bei 10,5 Prozent, der höchste Wert aller Branchen. Ende 2025 waren 350 Personen der Branche arbeitslos gemeldet.14

23Personalbestand «ausreichend»

In der GastroSuisse-Konjunkturumfrage zum 2. Quartal 2025 stuften die Gastronomiebetriebe ihren Personalbestand als angemessen ein. Der Personalabbau habe sich verlangsamt, sie planten mit stabilen Beständen.18

24Meldepflichtige: 2 bis 3 Prozent der Beschäftigten

Kurzaufenthalter aus der EU, die sich für bis zu 90 Tage melden, machen im Basler Gastgewerbe 2 bis 3 Prozent der Beschäftigten aus. Die Zahl der Grenzgänger im Gastgewerbe stieg im 3. Quartal 2025 um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.14

2586’000 offene Stellen in der ganzen Wirtschaft

Im 4. Quartal 2025 meldeten die Schweizer Firmen 86’000 offene Stellen, 3’900 oder 4,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Eine Zahl nur für das Gastgewerbe enthält die Mitteilung des Bundesamts für Statistik nicht.19

Was du für die Prüfung mitnimmst

Der Teil «L-GAV, Arbeitsrecht, Sozialversicherungen» gehört zur Wirtefachprüfung und zählt zum Themenbereich Arbeitnehmerschutz. Wer ihn nicht besteht, besteht die Prüfung nicht.

Im Fragenkatalog kommen unter anderem Mindestlöhne, der 13. Monatslohn, Probezeit, Arbeitszeit und Ferien vor. Die Zahlen oben ändern jedes Jahr, die Regeln dahinter bleiben.

Als Arbeitgeber solltest du aus dieser Seite drei Dinge mitnehmen:

  • Der L-GAV ist die Messlatte, nicht der Basler Mindestlohn, solange der GAV allgemeinverbindlich ist.
  • Rechne mit 13 Monatslöhnen und rund 6,4 Prozent Arbeitgeberbeiträgen, bevor du ein Budget machst.
  • Prüfe jedes Jahr die neuen Mindestlöhne, sie steigen mit der Teuerung.

Was sich nicht belegen lässt

Einige Zahlen, die Gründer gerne hätten, haben wir nicht in belastbarer Form gefunden. Wir haben sie weggelassen, statt zu schätzen:

  • Der Medianlohn des Gastgewerbes nur für Basel-Stadt (veröffentlicht ist die Nordwestschweiz, Jahr 2022).
  • Der Lohnkostenanteil am Umsatz laut GastroSuisse Branchenspiegel (die Ausgaben sind nur für Mitglieder zugänglich, öffentlich ist nur die Aussage «rund die Hälfte»).
  • Aktuelle Lernendenlöhne im Gastgewerbe (die Lernendenvereinbarung von GastroSuisse ist auf Stand 2013 datiert).
  • Offene Stellen im Gastgewerbe und im Kanton Basel-Stadt.
  • Die aktuelle Verlängerung der Allgemeinverbindlicherklärung des L-GAV (die Liste im Kommentar endet bei der Verlängerung bis 2024).
  • Der Termin der Volksabstimmung zum GAV-Vorrang.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Mindestlohn im Gastgewerbe 2026?

Der L-GAV sieht 2026 mindestens 3’713 Franken brutto im Monat vor, ohne Lehre (Stufe Ia). Mit Fähigkeitszeugnis sind es 4’528 Franken, mit Berufsprüfung 5’293 Franken.

Gilt in Basel der kantonale Mindestlohn oder der L-GAV?

Der kantonale Mindestlohn von 22.20 Franken pro Stunde gilt nicht, wo ein allgemeinverbindlicher Gesamtarbeitsvertrag besteht. Dann gelten die GAV-Mindestlöhne, auch wenn sie tiefer liegen. Das Gastgewerbe richtet sich deshalb nach dem L-GAV.

Gibt es im Gastgewerbe einen 13. Monatslohn?

Ja, der L-GAV gibt Anspruch auf einen 13. Monatslohn von 100 Prozent eines Bruttomonatslohns. Bei Stundenlohn sind es 8,33 Prozent, in der Probezeit entfällt er, wenn das Arbeitsverhältnis dann endet.

Wie viel verdient man in der Gastronomie?

Der Medianlohn in der Gastronomie lag 2024 in der Schweiz bei 4’744 Franken brutto im Monat für eine Vollzeitstelle. Für das Gastgewerbe der Nordwestschweiz lag er 2022 bei 4’657 Franken.

Wie viel Prozent vom Umsatz sind Personalkosten?

Laut GastroSuisse geht rund die Hälfte des Umsatzes für Löhne drauf. Eine genaue, aktuelle Branchenzahl liegt hinter der Mitgliederschranke des Branchenspiegels.

Kommt das Thema in der Wirtepatent-Prüfung vor?

Ja, L-GAV, Arbeitsrecht und Sozialversicherungen sind Teil der Wirtefachprüfung. Die Fragen dazu findest du mit Lösungen in der Übersicht der Prüfungsfragen.

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Wörner, S. (2026). Gastro Löhne Basel 2026. WirtepatentBaselStadt. https://wirtepatentbaselstadt.ch/blog/gastro-loehne-basel/

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Wörner, Sabine. "Gastro Löhne Basel 2026." WirtepatentBaselStadt, 2026, wirtepatentbaselstadt.ch/blog/gastro-loehne-basel/

Quellen

Alle Zahlen stammen von den hier genannten Stellen. Berechnete Werte sind im Text als eigene Berechnung gekennzeichnet. Was sich nicht belegen liess, haben wir weggelassen.

  1. L-GAV: Art. 10 Mindestlöhne (Werte 2026 und 2027) (l-gav.ch)
  2. GastroSuisse: Gastgewerbliche Löhne 2026, Merkblatt des Rechtsdienstes (Dezember 2025) (gastrosuisse.ch)
  3. GastroSuisse: Sozialpartner geben definitive Mindestlöhne für 2026 bekannt (gastrosuisse.ch)
  4. Unia: Arbeitszeitkalender Gastgewerbe 2026 (unia.ch)
  5. GastroSuisse: Neuverhandlungen für den L-GAV (gastrosuisse.ch)
  6. L-GAV: Art. 12 13. Monatslohn (l-gav.ch)
  7. L-GAV: Kommentar zum L-GAV (2025) (l-gav.ch)
  8. Kanton Basel-Stadt, Amt für Wirtschaft und Arbeit: Häufige Fragen zum Kantonalen Mindestlohn (bs.ch)
  9. Kanton Basel-Stadt: Kantonaler Mindestlohn ab Mitte Jahr (2022) (bs.ch)
  10. Schweizerischer Gewerbeverband sgv: Breite Allianz stellt sich hinter die Gesamtarbeitsverträge (7. Oktober 2026) (sgv-usam.ch)
  11. Regierungsrat Basel-Stadt: Regierungsratsbeschluss vom 16. April 2024, Vernehmlassung AVEG-Änderung (bs.ch)
  12. SRF: Bundesgerichtsurteil zu Mindestlöhnen löst Freude und Frust aus (Juni 2026) (srf.ch)
  13. Bundesamt für Statistik: 2024 lag der Medianlohn bei 7024 Franken brutto (Lohnstrukturerhebung, 25. November 2025) (admin.ch)
  14. Statistisches Amt Basel-Stadt: Arbeitsmarktmonitoring 2026 (statistik.bs.ch)
  15. Bundesamt für Statistik: Arbeitsstätten und Beschäftigte nach Kanton und Wirtschaftsabteilung (STATENT, Tabelle px-x-0602010000_101) (pxweb.bfs.admin.ch)
  16. GastroSuisse: Preisgestaltung (gastrosuisse.ch)
  17. wirtepatent.ch: Budget Gastronomie und Budgetrechner (wirtepatent.ch)
  18. GastroSuisse, KOF: Konjunkturumfrage Gastgewerbe 2025, 2. Quartal (gastrosuisse.ch)
  19. Bundesamt für Statistik: Leichte Zunahme der Beschäftigung im 4. Quartal 2025 (26. Februar 2026) (admin.ch)